Wie erhöht Bauchfett den Cortisolspiegel und wie beeinflusst dies die Insulinsensitivität?
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Der Zusammenhang zwischen Bauchfett, Cortisol und Insulinsensitivität
Wie erhöht Bauchfett den Cortisolspiegel?
- Viszerales (Bauch-)Fettgewebe ist hormonell aktiv
Bauchfett ist nicht nur ein Energiespeicher, sondern produziert auch Hormone und entzündungsfördernde Substanzen.
In den Fettzellen befindet sich ein Enzym (11β-HSD1), das das im Körper zirkulierende inaktive Cortisol in seine aktive Form umwandelt und so den Cortisolspiegel lokal und insgesamt erhöht. 1. 2.
- Chronischer Stress und Bauchfett
Aufgrund von dauerhaftem Stress produzieren die Nebennieren kontinuierlich Cortisol.
Ein hoher Cortisolspiegel fördert die Fetteinlagerung im Bauchbereich, während das bereits vorhandene Bauchfett die Produktion und Aktivität von Cortisol weiter steigert, was zu einem sich selbst verstärkenden Kreislauf führt. 3. 2.
- Appetitsteigerung und Fetteinlagerung
Ein hoher Cortisolspiegel steigert den Appetit, insbesondere das Verlangen nach kalorienreichen, zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln, was die Ansammlung von Bauchfett weiter fördert. 4. 5.
Wie wirkt sich Cortisol auf die Insulinsensitivität aus?
- Anstieg des Blutzuckerspiegels
Cortisol stimuliert die Glukoseproduktion in der Leber und erhöht so den Blutzuckerspiegel.
Infolgedessen ist der Körper gezwungen, mehr Insulin zu produzieren. 6.
- Verringerung der Insulinsensitivität
Bei dauerhaft hohem Cortisolspiegel reagieren die Insulinrezeptoren der Zellen weniger empfindlich auf Insulin, das heißt, die Insulinsensitivität sinkt.
Dies kann langfristig zu Insulinresistenz führen, was eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes darstellt. 6. 7.
- Erhöhte Fettspeicherung
Cortisol fördert die Fettspeicherung, insbesondere im Bauchbereich, was die Insulinsensitivität weiter verschlechtert, da bereits 2–3 kg zusätzliches Bauchfett das Risiko für Insulinresistenz um 30 % erhöhen können. 2.

Zusammenfassende Tabelle
Das Wichtigste in Kürze
Bauchfett ist hormonell aktiv und erhöht lokal den Cortisolspiegel, was wiederum die Fetteinlagerung weiter fördert.
Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel verschlechtert die Insulinsensitivität und erhöht das Risiko für Insulinresistenz und Diabetes.
Daher sind Stressmanagement, die Reduzierung von Bauchfett und ein gesunder Lebensstil entscheidend für die Aufrechterhaltung des Stoffwechselgleichgewichts.
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