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Allulose, die beste Zuckeralternative

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Quelle: Jillian Kubala, 3 Health Benefits of Allulose, A Non-Bitter Sugar Alternative ,  2025

Übersetzt von: SZENDI GÁBOR

Fakten und Irrtümer

 

 

Aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften konkurriert Allulose mit vielen anderen natürlichen und künstlichen Süßungsmitteln.


Allulose, auch bekannt als D-Allulose oder D-Psicose, ist eine Zuckerart, die natürlicherweise in bestimmten Lebensmitteln wie Feigen, Rosinen und Kiwis vorkommt. Sie wird auch kommerziell aus Rübenzucker oder Mais mithilfe spezieller Enzyme hergestellt.

Allulose wurde 1940 von Wissenschaftlern entdeckt, hat aber in letzter Zeit an Popularität gewonnen, da die Nachfrage nach Zuckerersatzstoffen stetig steigt. (Ref.1)


Sie ist zu 70 % so süß wie Haushaltszucker (Saccharose) und enthält nur 0,4 Kalorien pro Gramm, was 10 % der Kalorien von Haushaltszucker entspricht. (Ref.2)


Im Gegensatz zu anderen kalorienarmen oder kalorienfreien Süßungsmitteln (Ref.3), wie Aspartam (Ref.4) oder Sucralose (Ref.3), ähnelt der Geschmack von Allulose stark dem von Zucker, ohne einen bitteren Nachgeschmack. Sie ist zudem sicher zum Backen und schmilzt genauso wie Haushaltszucker.

Aus diesen Gründen ist Allulose bei Verbrauchern, die nach einer gesünderen Alternative zu Zucker suchen, sehr beliebt.

 

Da Allulose keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat (Ref.5) und wesentlich weniger Kalorien enthält als herkömmlicher Zucker, bietet ihre Verwendung zahlreiche gesundheitliche Vorteile, wie z. B. die Senkung des Blutzucker- und Insulinspiegels (Ref.6) sowohl bei Diabetikern als auch bei Nicht-Diabetikern (Ref.1).


Kann den Blutzuckerspiegel senken

Allulose schmeckt ähnlich wie Haushaltszucker, beeinflusst aber den Blutzuckerspiegel nicht, was sie zu einer klugen Wahl für Diabetiker macht. Der glykämische Index von Saccharose liegt bei 65, während der von Allulose bei Null liegt, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Studien haben außerdem gezeigt, dass Allulose eine blutzuckersenkende Wirkung hat.


Ein Überblick über acht Studien ergab, dass der Konsum von Allulose bei gesunden Menschen den postprandialen Blutzuckerspiegel (nach dem Essen) senkte. Die Untersuchung stellte fest, dass sowohl eine 5- als auch eine 10-Gramm-Dosis Allulose den Blutzuckerspiegel im Vergleich zu Kontrollgruppen effektiv senkte (Ref.7).


In einer anderen kleinen Studie konsumierten vierundzwanzig Personen mit Typ-2-Diabetes zwei Tage lang eine diabetische Diät, die aus drei Mahlzeiten mit täglich 8,5 Gramm Allulose bestand.

Die Studie ergab, dass der Blutzuckerspiegel der Teilnehmer nach den Mahlzeiten mit Allulose signifikant niedriger war als bei einer normalen diabetischen Ernährung ohne Allulose (Ref.8).


Die Ergebnisse der Studie deuteten auch darauf hin, dass Allulose die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schützen könnte, indem sie den Bedarf des Körpers an diesem Hormon verringert und somit die Bauchspeicheldrüse entlastet (Ref.8).


Forscher vermuten zudem, dass Allulose den Eintritt von Glukose in den Blutkreislauf hemmen und die Glukoseaufnahme im Dünndarm reduzieren könnte, wodurch ein Anstieg des Blutzuckerspiegels unterdrückt wird (Ref.5).


Obwohl zahlreiche weitere Studien gezeigt haben, dass Allulose bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern blutzuckersenkende Eigenschaften haben kann, sind größere Studien erforderlich, um vollständig zu verstehen, wie Allulose zur Verbesserung des Blutzuckerspiegels eingesetzt werden kann.


Kann den Gewichtsverlust fördern

Allulose enthält nur 10 % der Kalorien von Haushaltszucker, was für Personen, die überschüssiges Körperfett verlieren möchten, von Nutzen sein kann.


Zahlreiche Faktoren beeinflussen das Körpergewicht und den Körperfettanteil sowie die Ursachen für die Zunahme oder Abnahme von Körperfett.

Bei vielen Menschen trägt ein übermäßiger Kalorienkonsum zur Gewichtszunahme bei. Für diejenigen, die große Mengen an zugesetztem Zucker konsumieren, kann der Ersatz von Haushaltszucker und anderen Süßungsmitteln (wie Ahornsirup, Agavendicksaft und braunem Zucker) durch Allulose die gesamte Kalorienaufnahme verringern, was den Fettabbau fördern kann.


Forschungsergebnisse deuten auch darauf hin, dass Allulose eine Anti-Adipositas-Wirkung haben könnte.

Eine Studie untersuchte 121 koreanische Erwachsene, die über 12 Wochen täglich Getränke mit acht oder 14 Gramm Allulose konsumierten.

Im Vergleich zur Placebogruppe, die Getränke mit Sucralose konsumierte, sank in der Testgruppe der Körperfettanteil und die Körperfettmasse signifikant.

In der Gruppe, die täglich 14 Gramm Allulose konsumierte, war auch die mittels CT-Scan gemessene Reduktion der gesamten Bauch- und Unterhautfettfläche im Vergleich zur Placebogruppe signifikant (Ref.9).


Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von Allulose die Fettverbrennung nach den Mahlzeiten steigern und die Aufnahme von Fett aus der Nahrung im Dünndarm hemmen könnte. Die Humanstudien sind jedoch derzeit begrenzt und weitere Forschungen sind notwendig.


Kann andere Aspekte der Gesundheit verbessern

Der Ersatz kalorienreicher Süßungsmittel durch Allulose kann viele Aspekte der Gesundheit verbessern.

Ein hoher Konsum von zugesetztem Zucker – einschließlich Haushaltszucker, Maissirup und anderen Süßungsmitteln – ist mit zahlreichen Gesundheitsproblemen verbunden, von Lebererkrankungen bis hin zu Karies.


Da Allulose nicht metabolisiert wird, liefert sie minimale Kalorien und hat keinen Einfluss auf die Zahngesundheit. Die FDA ist zu dem Schluss gekommen, dass Allulose von den Angaben zu "Gesamtzucker" und "Zusätzlichem Zucker" in der Nährwerttabelle ausgenommen werden kann (Ref.10).


Die Reduzierung der Zufuhr von zugesetztem Zucker und die Verwendung sicherer, kalorienarmer Süßungsmittel wie Allulose kann das Risiko für viele Gesundheitszustände senken und die Symptome anderer verbessern.

Eine Ernährung mit hohem Anteil an zugesetztem Zucker wird beispielsweise mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen, nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen, Adipositas und andere Gesundheitsprobleme in Verbindung gebracht (11).


Allulose ist kalorienarm und wird ohne Stoffwechselvorgänge durch den Körper ausgeschieden, was bedeutet, dass sie nicht mit denselben Gesundheitsproblemen verbunden ist wie andere Süßungsmittel.

Tatsächlich werden etwa 70 % der Allulose innerhalb einer Stunde in den Blutkreislauf aufgenommen, aber innerhalb von 24 Stunden unverändert über den Urin ausgeschieden.

Die restlichen 30 % gelangen in den Dickdarm und werden innerhalb von 48 Stunden unverändert ausgeschieden (10).


Kann vor Fettleber schützen

Studien an Ratten und Mäusen haben ergeben, dass Allulose neben der Vorbeugung von Gewichtszunahme auch die Fetteinlagerung in der Leber zu reduzieren scheint (Ref.12, 13).


Die hepatische Steatose, besser bekannt als Fettleber, steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes.


In einer Studie erhielten leptindefiziente und fettleibige Mäuse Allulose. Nach 15 Wochen zeigten sie eine geringere Gesamtfettmasse und weniger Leberfett. Diese Veränderungen traten ohne körperliche Bewegung oder eine einschränkende Diät auf (Ref.13).


Muskelverlust

Allulose kann auch vor Muskelverlust schützen

In derselben Studie an fettleibigen Mäusen reduzierte Allulose signifikant das Leber- und Bauchfettgewebe und schien den Abbau von magerer Muskelmasse zu verhindern (Ref.13).


Darüber hinaus ergab eine kleine Studie an 90 Personen, dass die Einnahme von Allulose über 48 Wochen den Fettleberwert verbesserte (Ref.14).


Obwohl diese Ergebnisse vielversprechend sind, sind weitere kontrollierte Humanstudien erforderlich.

 

Ist Allulose Keto?

Allulose ist ein geeignetes Süßungsmittel für die ketogene Ernährung.

Die Keto-Diät legt den Fokus auf eine niedrige Kohlenhydratzufuhr, einschließlich Zucker, um einen Stoffwechselzustand namens Ketose herbeizuführen.

Allulose hat minimale Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und ist daher eine beliebte Wahl für Menschen, die einen Keto-Lebensstil verfolgen.

Sie sorgt für einen süßen Geschmack, ohne den Insulinspiegel signifikant zu beeinflussen, sodass man Heißhungerattacken stillen kann, ohne die Ketose zu unterbrechen.


Zudem hat Allulose einen vernachlässigbaren Kaloriengehalt, was sie für die Gewichtsabnahme attraktiv macht.

Andere häufig verwendete keto-freundliche Süßungsmittel sind Stevia, Mönchsfrucht und Erythrit.

Diese Süßungsmittel verleihen Süße, ohne Kalorien oder den Blutzuckerspiegel zu beeinflussen.

Sie werden in keto-freundlichen Rezepten häufig mit Allulose gemischt, um die kohlenhydratarme Lebensweise beizubehalten.


Sicherheit und mögliche Nebenwirkungen von Allulose

Die FDA betrachtet Allulose generell als sicher, was bedeutet, dass sie nicht mit schädlichen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht wird (Ref.10).


Der Konsum großer Mengen an Allulose kann jedoch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall führen.


Eine Studie ergab, dass eine Aufnahme von 0,5 Gramm Allulose pro Kilogramm Körpergewicht (kg) zu schwerem Durchfall und anderen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit führte.

Bis zu einer Dosierung von 0,4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht wurden jedoch keine Symptome berichtet (Ref.15).


Dies veranlasste die Forscher, eine maximale Einzeldosis und eine maximale tägliche Gesamtmenge von 0,4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht für Allulose zu empfehlen.


Das bedeutet, dass eine Person mit 75 kg (etwa 165 Pfund) ihre Alluloseaufnahme unter 30 Gramm pro Tag halten sollte.

Um dies zu veranschaulichen: Eine Person mit 75 kg müsste fast 13,5 Teelöffel Allulose-Süßungsmittel konsumieren, um diesen maximalen Wert zu erreichen.


Wie schmeckt Allulose?

Das Geschmacksprofil von Allulose ähnelt sehr dem von herkömmlichem Zucker.

Sie bietet einen angenehm süßen Geschmack, der bemerkenswert ähnlich ist, ohne den auffälligen Nachgeschmack, der oft mit anderen zuckerfreien Süßungsmitteln verbunden ist.

Viele beschreiben den Geschmack von Allulose als rein, mild und ausgewogen, was sie zu einem hervorragenden Zuckerersatz in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken macht.


Ihre Fähigkeit, den Geschmack von Zucker nachzuahmen, ermöglicht einen nahtlosen Übergang in Rezepten und Zubereitungen, sodass Menschen ihre Lieblingssüßigkeiten mit reduziertem Zuckergehalt genießen können.

Ob beim Backen, in Getränken oder einfach als Tafelsüße verwendet, Allulose sorgt für einen befriedigenden süßen Geschmack, der auch diejenigen zufriedenstellt, die nach einem alternativen Süßungsmittel suchen, ohne beim Geschmack Kompromisse eingehen zu müssen.


Tipps für den Konsum von Allulose

Allulose kann genauso verwendet werden wie Haushaltszucker.

Sie ist sicher zum Backen und kristallisiert wie Zucker. Sie karamellisiert sogar, genau wie herkömmlicher Zucker.


Allulose ist ideal zum Backen, da sie sehr ähnliche Eigenschaften wie herkömmlicher Zucker aufweist, einschließlich Bräunung und Kristallisation (Ref.2).

 

Die meisten Rezepte empfehlen, Allulose als 1:1-Ersatz für herkömmlichen Zucker in zuckerarmen Backwaren wie Keksen, Tassenkuchen, Torten und Pies zu verwenden.

 

Zusammenfassend

Allulose ist ein kalorienarmes Süßungsmittel mit einem starken Sicherheitsprofil und minimalen schädlichen Nebenwirkungen.

Im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen ist sie vielseitig einsetzbar und schmeckt wie herkömmlicher Zucker. Allulose kann Haushaltszucker beim Kochen oder Backen ersetzen.

 

Allulose wird ohne Stoffwechselvorgänge aus dem Körper ausgeschieden, sodass sie den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, was für Diabetiker attraktiv sein kann.

Darüber hinaus kann sie aufgrund ihres niedrigen Kaloriengehalts dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken, die Gewichtsabnahme zu fördern und die mit dem Konsum von zugesetztem Zucker verbundenen Gesundheitsrisiken zu verringern.

Probieren Sie Allulose in Rezepten aus, für die Sie normalerweise weißen Zucker verwenden würden.

 

Referenzen:

1. Research Advances of d-allulose: An Overview of Physiological Functions, Enzymatic Biotransformation Technologies, and Production Processes

von Yu Xia 1,2,3,*ORCID,Qianqian Cheng 2,Wanmeng Mu 1,Xiuyu Hu 4,Zhen Sun 2,Yangyu Qiu 2,Ximing Liu 2 andZhouping Wang 1,2,3

2. Does Allulose Appeal to Consumers? Results from a Discrete Choice Experiment in Germany

von Kristin Jürkenbeck 1,*ORCID,Theresa Haarhoff 1,Achim Spiller 1 andMaureen Schulze 1,2

3. 10 Artificial Sweeteners and Sugar Substitutes

Von Mara Betsch Aktualisiert am 17. September 2025

4. Aspartame: Is This Popular Sweetener Safe for Your Diet?

Von Jillian Kubala, RD Veröffentlicht am 26. Juli 2023

5. What Are Normal Blood Sugar Levels? 

Von Melissa Fiorenza Aktualisiert am 26. April 2025 

6. 15 Ways To Lower Your Blood Sugar Naturally

Von Cynthia Sass, MPH, RD Aktualisiert am 29. Juni 2025

7. Allulose for the attenuation of postprandial blood glucose levels in healthy humans: A systematic review and meta-analysis

Yuma Tani et al. PLoS One. 2023.

8. A Pilot Study on the Efficacy of a Diabetic Diet Containing the Rare Sugar D-Allulose in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus

Kensaku Fukunaga et al. Nutrients. 2023.

9. A Preliminary Study for Evaluating the Dose-Dependent Effect of d-Allulose for Fat Mass Reduction in Adult Humans

Youngji Han 1,2, Eun-Young Kwon 1,2, Mi Kyeong Yu 1,2, Seon Jeong Lee 1,2, Hye-Jin Kim 3, Seong-Bo Kim 3, Yang Hee Kim 3, Myung-Sook Choi 1,2,*

10. Rare sugars and their health effects in humans: a systematic review and narrative synthesis of the evidence from human trials

Amna Ahmed et al. Nutr Rev. 2022.

11. Dietary sugar consumption and health: umbrella review

Yin Huang et al. BMJ. 2023.

12. Anti-obesity potential of rare sugar d-psicose by regulating lipid metabolism in rats

Jingjing Chen, ab, Tao Zhang, ab, Mei Lu c and Weilai Huang ab, Bo Jiang

13. Beneficial Effects of Supplementation of the Rare Sugar “D-allulose” Against Hepatic Steatosis and Severe Obesity in Lepob/Lepob Mice

Kouichi Itoh, Shodo Mizuno, Sayuri Hama, Wataru Oshima, Miku Kawamata, Akram Hossain, Yasuhiro Ishihara, Masaaki Tokuda

14. Safety and efficacy of a 48-week long-term ingestion of D-allulose in subjects with high LDL cholesterol levels

Misuzu Tanaka, Akane Kanasaki, Noriko Hayashi, Tetsuo Iida, Koji Murao 

15. Gastrointestinal Tolerance of D-Allulose in Healthy and Young Adults.

Youngji Han et al. Nutrients. 2018.

 

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